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Das Brexit Votum hat viele überrascht, auch jene, die sich der anti-europäischen Strömungen bewusst waren.

Es ist kein Wunder bei der aktuellen Lage, dass viele die voranschreitende Globalisierung und Vereinheitlichung bezweifeln – wir Menschen sitzen zwar alle in einem Boot, aber sind deutlich unterschiedlicher als es auf Konformität ausgelegte Geschäftsmodelle gerne hätten. Leider sind es jene, die die Globalisierung vorantreiben und möglichst alle Menschen “gleich” hätten.

Die zu erwartende Gegenreaktion sehen wir jetzt an vielen Orten, und ich halte sie für sehr gesund, um die Balance von Individualität und Gemeinsamkeiten aufrechtzuerhalten. Tatsächlich widersprechen sich beide nicht, sondern sind zwei Seiten einer Medaille: Ohne Individualität gäbe es nichts, was wir als “gemeinsam” bezeichnen könnten, da alles gleich wäre – der Begriff würde keinen Sinn machen.

Es bringt für beide Seiten nichts der Vergangenheit nachzutrauern: viele wollten die alten Zeiten zurück, was nicht funktionieren kann… und die Pro-Europäer wollen jetzt ebenso die alten Zeiten zurück, in der die UK in Europa eingegliedert war.

Aber wir können das Beste aus beiden Welten nehmen: individuelle Strukturen, die das Land stärken, mit den richtigen Verbindungen zur globalen Welt. Starke Individuen machen ein starkes Kollektiv aus, nicht der oft von der EU gewünschte Einheitsbrei.

Wir alle müssen unsere Grenzen aufrecht erhalten, wollen wir als Individuum im Kollektiv bestehen. Notfalls müssen wir diese auch verteidigen. Gleichzeitig dürfen wir aber nicht vergessen, dass wir trotzdem Teil des Ganzen sind und auch dazu unseren Beitrag zu leisten haben.

Auch Deutschland und alle anderen EU Staaten sollten sich darüber Gedanken machen wie viel Gleichmacherei es vertragen kann.

Starre Grenzen sind manchmal notwendig, aber sie müssen jederzeit aufgegeben werden können, wenn es die Umstände erfordern. Ändert sich die Welt (und das tut sie ständig), so müssen wir unsere eigenen, starren Gedankenkonstruktionen verändern und anpassen (besser, wir haben so wenige wie nötig davon).

->Siehe Flashblog

Um einen kleinen Praxisbezug herzustellen:
Eine Zeitung, die kurz nach dem Brexit herauskam unternimmt den Versuch, die aktuelle Realität nach dem Brexit aufzugreifen ohne die Polarisierung voranzutreiben… ich wünsche dafür alles Gute!

http://www.theneweuropean.co.uk/home

 

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Boris Schickedanz

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